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Podcast: Nachhaltigkeit als Herausforderung und Chance für Unternehmen

Viele Unternehmen erleben Nachhaltigkeit gerade als Dauerbaustelle: neue Anforderungen, knappe Ressourcen, Unsicherheit bei Daten – und gleichzeitig wächst der Druck von Kunden, Banken und Mitarbeitenden. Die gute Nachricht: Nachhaltigkeit lässt sich auch anders lesen – als Chance für bessere Entscheidungen, robustere Geschäftsmodelle und echte Wettbewerbsfähigkeit.

In dieser Podcastfolge ordnen Anja Mutschler (20blue) und Dr. Martin Bethke (Butterfly Effect Consulting) ein, wie Unternehmen 2025 aus „ESG-Stress“ einen Business Case machen – pragmatisch, wirksam und ohne Buzzword-Bingo. 🎧 Hier anhören:

Worum geht’s in der Folge – und warum lohnt sie sich für den Mittelstand?

Wenn du Nachhaltigkeit bisher vor allem als Pflicht (oder nervige Zusatzaufgabe) erlebt hast, ist diese Folge für dich. Denn sie dreht den Blick: Nicht „Wie überlebe ich die CSRD?“, sondern: „Wie nutze ich sie, um mein Unternehmen zukunftsfähig auszurichten?“

Gerade im Mittelstand entscheidet sich 2026 immer öfter an Nachhaltigkeitsthemen, ob…

  • Kunden dich in der Lieferkette weiter mitnehmen,

  • Finanzierungskonditionen stabil bleiben,

  • Talente bleiben (oder gehen),

  • und ob Effizienzpotenziale endlich gehoben werden.

Die 5 wichtigsten Learnings aus dem Podcast (kurz & umsetzbar)

1) CSRD als Strategie-Tool statt Pflichtübung

Die CSRD ist nicht nur Reporting. Richtig genutzt wird sie zum Radar für Risiken, Chancen, Kostenhebel und Prioritäten – also zu einem Instrument, mit dem du Strategie schärfst, statt nur Tabellen zu füllen.

Praxis-Tipp: Starte mit den Fragen: Wo entstehen bei uns heute schon ESG-Kosten? Wo drohen künftig Geschäftsrisiken – und wo liegt Wachstum?

2) Profitabilität & Nachhaltigkeit zusammenbringen – der „falsche Widerspruch“

Nachhaltigkeit und Profitabilität sind kein Gegenspiel. In vielen Projekten liegt der Business Case in Energie, Material, Prozessen, Produktdesign und Risikoabsicherung. Genau dort wird Nachhaltigkeit zu ROI.

Praxis-Tipp: Definiere 3–5 messbare Ergebnisgrößen (z. B. Energie €/Stück, Ausschussquote, Lieferantenrisiko, CO₂-Kosten-Szenario) und verknüpfe ESG damit.

3) Kommunikation: authentisch statt „grün“

Glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation entsteht nicht aus Superlativen, sondern aus klaren Aussagen + nachvollziehbaren Fortschritten. Wer nur „grün“ klingt, wird schnell angreifbar.

Praxis-Tipp: Kommuniziere wie ein CFO: Was tun wir? Warum? Was ändert sich messbar? Was lernen wir noch?

4) Umsetzung: Pragmatismus schlägt Perfektion

Die meisten Programme scheitern nicht an fehlendem Wissen, sondern an Überforderung. Der Hebel ist: ein machbarer Scope, klare Verantwortlichkeiten, schnelle Routinen.

Praxis-Tipp: Plane Umsetzungswellen (z. B. 6–8 Wochen) statt „Big Bang“. Das senkt Komplexität und erhöht Akzeptanz.

5) Fehlerkultur als Turbo für Transformation

Wer Nachhaltigkeit implementiert, verändert Entscheidungen, Prozesse und oft auch das Geschäftsmodell. Das klappt nur, wenn Lernen erlaubt ist – und Fehler als Datenquelle gelten.

Praxis-Tipp: Baue „Review-Formate“ ein: Was hat funktioniert? Was nicht? Was machen wir nächste Woche anders?

So setzt du Nachhaltigkeit pragmatisch um – 3 Schritte für Unternehmen

Schritt 1: Standortbestimmung (2–3 Wochen)

  • Wo stehen wir bei ESG/CSRD wirklich?

  • Wo fehlen Daten, Prozesse, Zuständigkeiten?

  • Welche Themen sind geschäftskritisch?

Schritt 2: Priorisieren (1 Workshop, dann Fahrplan)

  • 3–5 Prioritäten definieren (Impact + Machbarkeit)

  • Verantwortliche benennen, Entscheidungen terminieren

  • Quick Wins vs. Strukturaufbau trennen

Schritt 3: Umsetzen & automatisieren (laufend)

  • Datenflüsse digitalisieren, statt Excel zu eskalieren

  • Reporting-fähige Prozesse schaffen

  • Kommunikation intern/extern konsistent aufsetzen

Mini-Checkliste: „Start in 14 Tagen“

Das hört sich vielleicht kompliziert an, aber ist es nicht, wenn man es richtig angeht. Für die erste interne Klärung von Fragen, daher hier schon einmal ganz pragmatisch eine kleine Checkliste, die den Einstieg in die Umsetzung erleichtert:

Verantwortliche Person + Steering (CFO/CEO/Sustainability) festlegen

Top-10 ESG-Datenpunkte identifizieren (die ihr wirklich braucht)

1 Prioritäten-Workshop: „Was bringt Wirkung & ROI?“

1 Pilotprozess starten (z. B. Energie, Beschaffung, Produkt)

Kommunikationsleitplanken definieren (was sagen wir – und was noch nicht?)

Und wenn das nicht ausreicht, dann unterstützen wir jederzeit gerne und stehen auch für ein erstes, kostenloses Beratungsgespräch zur Verfügung.

Wollen Sie Ihr Unternehmen profitabel und nachhaltig aufstellen?

Wenn Sie Nachhaltigkeit nicht nur „erfüllen“, sondern als Wettbewerbsvorteil nutzen wollen, unterstützen wir Sie u. a. bei:

  • Standortbestimmung & Strategieentwicklung

  • prüfungssicherer Umsetzung von CSRD / ESG-Compliance

  • Digitalisierung & Automatisierung der ESG-Datenprozesse

  • Implementierung von Nachhaltigkeitsmanagement & Kommunikation

👉 Buchen Sie hier einen kostenlosen Beratungstermin!

FAQ

Was bedeutet CSRD für mein Unternehmen?
CSRD schafft standardisierte Anforderungen an Nachhaltigkeitsberichterstattung – und zwingt Unternehmen, ESG-Themen strukturiert zu steuern (Daten, Prozesse, Ziele).

Wie wird Nachhaltigkeit zum Business Case?
Indem ESG-Ziele mit Kostenhebeln, Risikoabsicherung und Wertschöpfung verknüpft werden (Energie, Material, Prozesse, Lieferkette, Finanzierung).

Was ist der häufigste Fehler bei der Umsetzung?
Zu groß starten. Besser: pragmatisch pilotieren, Routinen etablieren, dann skalieren.

Lassen Sie uns miteinander sprechen!

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Dr. Martin Bethke

20 Jahre Erfahrung im Top-Management in multinationalen Unternehmen, Start-ups und NGOs. Falls Sie Fragen zu diesem Artikel oder Interesse an einer Zusammenarbeit haben, schreiben Sie mir oder besuchen Sie mich auf LinkedIn.