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Bevor wir einen eigenen KI-Check entwickelt haben, wollten wir wissen, was es auf dem Markt eigentlich schon schon gibt. Im August und September 2026 haben wir deshalb neun frei zugängliche KI-Checks deutschsprachiger Anbieter durchgesehen, von Beratungen, Verbänden und Softwarehäusern. Anbieternamen nennen wir hier nicht, es geht nicht um einzelne Angebote, sondern um die Muster der Abfragen. Und dieses Muster war einheitlicher, als uns angenehm war.

Wie wir vorgegangen sind

Aufgenommen haben wir Angebote, die drei Bedingungen erfüllen: frei zugänglich ohne Vertrag, auf Deutsch, und als Selbsttest angelegt, also ohne Beratungsgespräch als Voraussetzung. Notiert haben wir zu jedem: Wer füllt die Checks  aus bzw. wird angesprochen, wie viele Fragen, welche Themen, was steht am Ende als Ergebnis, und auch ob ein Vergleichswert genannt wird. Das ist keine repräsentative Marktstudie, sondern eine gründliche Durchsicht der Angebote, die ein Geschäftsführer findet, wenn er im September 2026 nach einem kostenlosen KI-Check sucht. Genau das war die Frage und Ausgangslage.

Was alle neun KI-Checks leisten

Sie messen Reifegrad. Gefragt wird nach Daten, Prozessen, Technik, Strategie und Kompetenzen. Am Ende steht eine Einordnung in Stufen, oft mit Namen wie Anfänger, Fortgeschritten, Vorreiter, und daran anschließend ein Beratungsangebot.

Sie fragen ausschließlich das Management oder Führungskräfte. Ausgefüllt wird der Bogen von einer Person, in der Regel von jemandem aus der Leitung oder aus der IT. Was diese Person nicht weiß, kommt nicht in die Auswertung.

Sie sind kurz. Sieben Fragen sind die Norm und natürlich vermeidet man damit dann auch eine hohe Abbruchsquote. Das ist durchaus nachvollziehbar.

Was keiner der neun tut

Keiner fragt die Beschäftigten. Damit fehlt die Perspektive der Menschen, die die Tools tatsächlich benutzen. Wie groß dieser Unterschied ist, zeigt die Konstanzer KI-Studie 2026: Dort geben nur 55 Prozent der Nutzenden an, ihr meistgenutztes Tool sei offiziell eingeführt worden. Eine Leitungsperson, die den Bogen ausfüllt, kann von der Hälfte der tatsächlichen Nutzung nichts wissen.

Keiner gibt einen Vergleichswert zurück. Sie erfahren, dass Sie auf Stufe 2 von 5 stehen, aber nicht, wo vergleichbare Unternehmen stehen. Eine Stufe ohne Vergleich ist eine Meinung mit Zahl.

Und keiner misst, was der Einsatz mit der Zusammenarbeit macht. Kein Bogen fragt nach Vertrauen in Ergebnisse, nach Leistungsbeurteilung, wenn KI mitgearbeitet hat, oder danach, wie Erfahrung im Unternehmen noch weitergegeben wird.

Kostenloser Check, ohne Anmeldung

Wo steht Ihr Unternehmen? Elf Fragen, zwei Minuten, ohne Anmeldung: Der KI-Zusammenarbeits-Check misst nicht Ihren Reifegrad, sondern was der Einsatz mit Ihrer Zusammenarbeit macht.

Check starten

Der eigentliche Befund liegt im Zeitpunkt

Das ist kein Versäumnis der Anbieter, es ist ein Zeitproblem. Reifegradfragen sind die Fragen von 2024: Haben Sie Daten, haben Sie Prozesse, haben Sie Kompetenzen. Damals war das genau richtig, weil die Entscheidung anstand, ob und wie man anfängt.

2026 sind die KI-Tools aber vielfach schon eingeführt und die Lizenzen bezahlt. Die Frage lautet nicht mehr, ob ein Unternehmen bereit ist, sondern was der Einsatz der KI-Tools mit dem Unternehmen, mit der Organisation und den Menschen macht. Denn genau das ist aus unserer Sicht das Thema, welches es jetzt zu betrachten und zu analysieren gilt.

Was ein Reifegradcheck trotzdem leistet

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die getesteten KI-Checks sind nicht schlecht gemacht, und für einen Teil der Unternehmen sind sie genau richtig. Wer noch nicht angefangen hat, wer keine Datenbasis, keine Zuständigkeit und keine Regeln hat, bekommt dort eine brauchbare Startaufstellung und eine Reihenfolge für die ersten Schritte.

Der Fehler liegt nicht im Instrument, er liegt in der Zuordnung. Ein Unternehmen, in dem 300 Menschen seit anderthalb Jahren täglich mit Sprachmodellen arbeiten, bekommt aus einem Reifegradcheck eine Antwort auf eine Frage, die es hinter sich hat. Es erfährt, dass die Strategie noch nicht dokumentiert ist, und nicht, dass in zwei Abteilungen niemand mehr sagt, woher ein Ergebnis kommt.

Woran Sie einen brauchbaren KI-Check erkennen

Vier Fragen, die Sie jedem verfügbaren Angebot stellen können, auch unserem:

1 · Fragt er die, die es tun? Ein Fragebogen, den eine Person für 300 Menschen ausfüllt, misst die Wahrnehmung dieser Person. Das ist nicht wertlos, aber es ist etwas anderes als eine Messung.

2 · Bekommen Sie einen Vergleich? Ohne Bezugsgröße bleibt jede Einordnung Behauptung. Fragen Sie nach, auf wie vielen Antworten der Vergleichswert beruht.

3 · Was kostet er wirklich? Wenn Sie das Ergebnis erst nach Eingabe Ihrer Adresse sehen, ist der Check kein Angebot, sondern ein Formular zur Gewinnung von Kontakten.

4 · Sagt er Ihnen, was Sie am Montagmorgen im Unternehmen angehen und verändern können? Wenn am Ende einer Selbstanalyse und eines KI-Checks kein konkreter nächster Schritt steht, der ohne Berater funktioniert, ist damit niemandem geholfen.

Was wir daraus gemacht haben, und was unser KI-Check bald können wird

Unser Check fragt nicht nach Reifegrad, sondern nach dem, was die Nutzung mit der Zusammenarbeit macht: Nutzung und Offenheit, Vertrauen und Führung, Leistung und Anerkennung, Zusammenarbeit und Wissensfluss, Wirksamkeit und Regeln. Elf Fragen, zwei Minuten, ohne Anmeldung, und das Ergebnis steht sofort auf dem Bildschirm, erweitert um zwei bis drei Handlungsempfehlungen, die Sie selbst angehen können (hier noch weitere Infos zu unserem Thema KI & Zusammenarbeit)

Das Ziel ist es, zeitnah Vergleichswerte je Branche und Größenklasse auch für einzelne Fragestellungen zu erhalten. Bis dahin sehen Sie Ihr eigenes Ergebnis über fünf Handlungsfelder, aber keinen Vergleich. Dieser wird spätestens Anfang Oktober zur Verfügung stehen. Also, machen Sie einfach den KI-Check (anonym, kostenlos und ohne Anmeldung) und gewinnen Sie einen ersten Einblick für Ihr Unternehmen. Das Ergebnis inkl. Handlungsempfehlungen erhalten Sie zudem als PDF zum Speichern.

Kostenloser Check, ohne Anmeldung

Wo steht Ihr Unternehmen? Elf Fragen, zwei Minuten, ohne Anmeldung: Der KI-Zusammenarbeits-Check misst nicht Ihren Reifegrad, sondern was der Einsatz mit Ihrer Zusammenarbeit macht.

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Quelle: Konstanzer KI-Studie 2026, Universität Konstanz · Eigene Durchsicht von neun frei zugänglichen KI-Checks, September 2026

Dr. Martin Bethke

20 Jahre Erfahrung im Top-Management in multinationalen Unternehmen, Start-ups und NGOs. Falls Sie Fragen zu diesem Artikel oder Interesse an einer Zusammenarbeit haben, schreiben Sie mir oder besuchen Sie mich auf LinkedIn.