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Die meisten Mittelständler begegnen ESG derzeit aus zwei Perspektiven: als Getriebene oder als Verweigerer. Die Getriebenen füllen Fragebögen ihrer Konzernkunden aus, liefern Daten an Banken und bereiten sich auf Berichtspflichten vor. Das ist reaktiv, teuer, ohne dass ein einziger Euro Mehrwert entsteht. Die Verweigerer setzen darauf, dass die Regulierung schon abgeschwächt wird und übersehen, dass der Druck längst nicht mehr primär vom Gesetzgeber kommt, sondern von Kunden, Banken, Versicherern und dem Arbeitsmarkt.

Und es gibt eine dritte Perspektive: ESG als das behandeln, was es strategisch ist, nämlich eine Veränderung der Spielregeln in Ihrem Markt. Und wer Spielregeln früher versteht als der Wettbewerb, gewinnt. Genau das ist der Ansatz hinter unserer Zukunftsstrategie mit ESG-Integration.

Warum ESG in die Strategie gehört – nicht neben sie

Der häufigste Fehler ist organisatorisch: ESG wird zum Sonderprojekt neben der eigentlichen Strategie, mit eigenem Beauftragten, eigenem Bericht, eigenem Budget. Das Ergebnis sind zwei Welten, die nichts voneinander wissen: Die Strategie plant Wachstum, das Nachhaltigkeitsteam sammelt CO₂-Daten.

Dabei entscheiden sich die wirklich relevanten ESG-Fragen genau dort, wo Strategie gemacht wird: Welche Produkte entwickeln wir, wenn Kunden emissionsarme Alternativen verlangen? Wie verändert sich unsere Lieferkette, wenn Transparenzpflichten greifen? Welche Investitionen finanziert unsere Bank in fünf Jahren noch zu guten Konditionen und welche nicht mehr? Wer diese Fragen im Strategieprozess beantwortet, braucht hinterher deutlich weniger Aufwand für Berichte und Nachweise, weil die Antworten dann schlicht dokumentiert werden, statt nachträglich konstruiert.

Unser Vorgehen

Auch hier arbeiten wir nach dem B-FECT-Prinzip. In der Verstehen-Phase steht die Wesentlichkeitsanalyse: Welche ESG-Themen sind für Ihr Geschäftsmodell wirklich relevant – wo wirken sie auf Ihren Erfolg, wo wirkt Ihr Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft? Das klingt nach Pflichtmethodik, ist aber der wirksamste Filter gegen Aktionismus: Von den dutzenden möglichen Themen bleiben typischerweise fünf bis acht übrig, die zählen.

In der Verankern-Phase integrieren wir diese Themen in Zielbild und Roadmap Ihrer Unternehmensstrategie – mit wirtschaftlicher Bewertung. Jede ESG-Maßnahme muss eine von drei Fragen positiv beantworten: Senkt sie Kosten oder Risiken? Sichert sie Umsatz und Kundenbeziehungen? Erschließt sie neues Geschäft? In der Verhalten-Phase entstehen Kennzahlen und Verantwortlichkeiten, die ESG ins Tagesgeschäft holen – und die Wirkung-Phase macht die Ergebnisse messbar und kommunizierbar: gegenüber Kunden, Banken und den eigenen Mitarbeitenden.

Warum wir dafür die richtigen Partner sind

Nachhaltigkeit und Profitabilität zusammenzudenken ist der Kern unserer Arbeit, nicht als Überzeugungstat, sondern wissenschaftlich fundiert: Wir haben dazu zwei Fachbücher bei Springer Gabler veröffentlicht (z.B. "Nachhaltiges Wirtschaften als Erfolgsfaktor"), gemeinsam mit dem Wuppertal Institut die Studie zur nachhaltigen Baustoffwende erarbeitet und diskutieren die Forschungsperspektive regelmäßig im Podcast „Wicked Problems" mit der Leuphana Universität. Gleichzeitig haben wir als CxOs selbst Budgetverantwortung getragen; wir wissen, dass eine ESG-Strategie, die sich nicht rechnet, im Mittelstand zu Recht keine Chance hat.

Wenn es Ihnen zunächst nur um regulatorische Anforderungen geht – CSRD-Vorbereitung, Lieferkettenanfragen, Datenmanagement – finden Sie unser Compliance-Angebot auf der Seite ESG, Compliance & Nachhaltigkeit. Der hier beschriebene Ansatz geht weiter: Er macht ESG zum Bestandteil Ihrer Wachstumsstrategie.

Sie wollen ESG strategisch nutzen statt nur erfüllen? Im kostenlosen 1:1-Erstgespräch (30 Minuten, jetzt direkt online Ihren Wunschtermin buchen) klären wir, wo Ihr Unternehmen steht und welcher erste Schritt sich für Sie rechnet.

Häufige Fragen

Lohnt sich das auch, wenn wir (noch) nicht berichtspflichtig sind? Gerade dann. Ohne Berichtsdruck können Sie die Themen strategisch angehen statt getrieben – und sind vorbereitet, wenn Kunden oder Banken fragen. Die fragen erfahrungsgemäß früher als der Gesetzgeber.

Wie lange dauert so ein Projekt? Das hängt vom Startpunkt ab. Eine Wesentlichkeitsanalyse mit strategischer Einordnung ist in wenigen Wochen machbar; die volle Integration in die Unternehmensstrategie läuft typischerweise als Teil eines Strategie-Sprints oder als eigenes modulares Projekt. Wir starten immer mit einem klar umrissenen ersten Schritt.

Was, wenn unser Führungsteam beim Thema skeptisch ist? Gut so – Skepsis ist die richtige Haltung gegenüber allem, was sich nicht rechnet. Unser Ansatz überzeugt nicht mit Moral, sondern mit Marktlogik und Zahlen. Die Skeptiker im Raum sind meist unsere besten Verbündeten für eine ehrliche Strategie.

Lassen Sie uns miteinander sprechen!

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Dr. Martin Bethke

20 Jahre Erfahrung im Top-Management in multinationalen Unternehmen, Start-ups und NGOs. Falls Sie Fragen zu diesem Artikel oder Interesse an einer Zusammenarbeit haben, schreiben Sie mir oder besuchen Sie mich auf LinkedIn.