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Das klassische Strategieprojekt hat ein Imageproblem, zu Recht. Monatelange Analysen, Interviews mit dreißig Führungskräften, am Ende ein zweihundertseitiges Dokument, das die Wirklichkeit schon beim Erscheinen nicht mehr trifft. Und das größte Problem: Die Menschen, die die Strategie umsetzen sollen, haben sie nicht entwickelt. Sie wurde ihnen präsentiert.

Der Strategie-Sprint dreht diese Logik um. In vier bis sechs Wochen erarbeiten Sie mit Ihrem Führungsteam eine klare Ausrichtung mit priorisierter Roadmap – kompakt genug, um das Tagesgeschäft nicht lahmzulegen, und gründlich genug, um Investitions- und Personalentscheidungen darauf zu bauen.

Warum ein Sprint funktioniert, wo lange Projekte scheitern

Dafür gibt es drei einfache Gründe.

  1. Fokus schlägt Vollständigkeit. Eine Strategie muss nicht alle Fragen beantworten, sondern die drei bis fünf entscheidenden wo spielen wir, wie gewinnen wir, was lassen wir bewusst?
  2. Geschwindigkeit erzeugt Verbindlichkeit. Wer weiß, dass in sechs Wochen eine Entscheidung steht, diskutiert anders als in einem Projekt ohne Enddatum.
  3. Das Führungsteam entwickelt die Strategie selbst. Wir moderieren, strukturieren, konfrontieren mit Daten und Außensicht. Aber die Antworten kommen aus Ihrem Team. Nur so entsteht das, was Papier nie erzeugen kann: Commitment.

Der Ablauf – entlang des B-FECT-Prinzips

Der Sprint folgt den vier Phasen unseres B-FECT-Prinzips:

Wochen 1–2, Verstehen: Standortbestimmung. Wir analysieren Markt, Wettbewerb, Zahlen und Geschäftsmodell und führen strukturierte Gespräche mit den Schlüsselpersonen. Ergebnis ist ein ehrlicher Befund: Was trägt, was nicht, wo liegen die Hebelpunkte. Dieser Befund ist bewusst unbequem, eine Strategie auf geschönter Ausgangslage ist allerdings auch wertlos.

Wochen 3–4, Verankern: Zwei bis drei intensive Workshop-Tage mit dem Führungsteam. Wir entwickeln das Zielbild, treffen die strategischen Grundsatzentscheidungen und priorisieren die Handlungsfelder. Hier entsteht die Roadmap: welche Initiativen, in welcher Reihenfolge, mit welchen Verantwortlichen und Kennzahlen.

Wochen 5–6, Verhalten: Wir übersetzen die Roadmap in den Alltag: Meilensteine für die ersten zwölf Monate, ein Review-Rhythmus, der die Strategie im Tagesgeschäft hält, und eine Kommunikationslinie für Mitarbeitende und gegebenenfalls Gesellschafter.

Danach, Wirkung: Nach 90 Tagen prüfen wir gemeinsam den Fortschritt. Viele Kunden entscheiden sich anschließend für eine laufende Strategie-Begleitung mit Quartals-Reviews – verpflichtend ist das nicht.

Was Sie am Ende in der Hand haben

Ein Strategiepapier, das auf den Punkt kommt: Zielbild, strategische Leitplanken, priorisierte Roadmap für 12 bis 24 Monate, Verantwortlichkeiten und Kennzahlen – typischerweise fünfzehn bis zwanzig Seiten, nicht zweihundert. Wichtiger als das Dokument ist aber das, was sich nicht ausdrucken lässt: ein Führungsteam, das dieselbe Richtung meint, wenn es „unsere Strategie" sagt.

Für wen der Sprint passt

Für mittelständische Unternehmen und Familienunternehmen, deren Ausrichtung unschärfer geworden ist, als es sich das Führungsteam eingesteht: wenn der Markt sich schneller verändert als das eigene Geschäftsmodell, wenn Wachstumsideen konkurrieren und niemand priorisiert, wenn ein Generationswechsel oder ein neuer Gesellschafterkreis eine gemeinsame Richtung verlangt. Geht es dagegen um eine einzelne, klar umrissene Entscheidung, ist das kompaktere Strategie-Sparring der bessere Einstieg – dessen Festpreis wir übrigens auf einen späteren Sprint anrechnen. Und wenn die Grundfrage lautet, ob Ihr Geschäftsmodell überhaupt noch trägt, beginnen Sie mit dem Geschäftsmodell-Check.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit muss mein Führungsteam investieren? Realistisch: zwei bis drei volle Workshop-Tage plus Vor- und Nachbereitung. Die Analysearbeit dazwischen übernehmen wir. Der Sprint ist so gebaut, dass das Tagesgeschäft weiterläuft.

Was kostet ein Strategie-Sprint? Das hängt von Unternehmensgröße und Analyseumfang ab; den konkreten Rahmen nennen wir Ihnen nach dem Erstgespräch – vor Projektstart, als verbindliches Angebot. Keine Nachträge, keine Tagessatz-Überraschungen.

Was passiert nach dem Sprint? Das entscheiden Sie. Manche Teams setzen allein um, andere buchen Quartals-Reviews oder eine Begleitung einzelner Initiativen. Wir verkaufen keine Anschlussprojekte, die der Sprint nicht rechtfertigt – daran messen Sie uns gern.

Lassen Sie uns miteinander sprechen!

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Dr. Martin Bethke

20 Jahre Erfahrung im Top-Management in multinationalen Unternehmen, Start-ups und NGOs. Falls Sie Fragen zu diesem Artikel oder Interesse an einer Zusammenarbeit haben, schreiben Sie mir oder besuchen Sie mich auf LinkedIn.